Sicherheit beginnt vor Ort: Oberst Decker spricht bei der CDU Einbeck
Sabotageversuche gegen Transportwege: Die Bedrohungen, über die Oberst Daniel Decker im Rahmen der Veranstaltung der CDU Einbeck sprach, sind längst keine abstrakten Szenarien mehr. Sie betreffen Deutschland bereits heute — und damit auch unsere Region.
Vor zahlreichen interessierten Gästen erläuterte Oberst Decker die veränderte Sicherheitslage in Europa, die Rolle der Bundeswehr im Inneren und den Operationsplan Deutschland. Dabei machte er deutlich: Deutschland ist heute nicht mehr Frontstaat wie im
Kalten Krieg, sondern zentrale Drehscheibe der NATO. Im Ernstfall müssten große Mengen an Soldaten, Fahrzeugen und Material zuverlässig durch Deutschland bewegt werden.
Gerade Niedersachsen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Häfen, Bahnstrecken, Autobahnen, Flughäfen und logistische Knotenpunkte machen unser Bundesland zu einem entscheidenden Raum für die Bündnisverteidigung. Damit diese Abläufe funktionieren, müssen Bundeswehr, Land, Landkreise, Kommunen, Wirtschaft und Hilfsorganisationen eng zusammenarbeiten. Für die CDU Einbeck ist klar: Sicherheit beginnt nicht erst im Verteidigungsfall. Eine wehrhafte Demokratie braucht eine starke Bundeswehr, leistungsfähige
Sicherheitsbehörden, gut vorbereitete Kommunen und einen verlässlichen Bevölkerungsschutz. Auch vor Ort müssen Rettungsorganisationen, Verwaltung und kritische Infrastruktur so aufgestellt sein, dass sie in Krisen handlungsfähig bleiben. „Wer Sicherheit will, darf Bundeswehr, Katastrophenschutz und kritische Infrastruktur nicht erst dann ernst nehmen, wenn die Krise bereits da ist“, betonten Stadtverbandsvorsitzender Frederic Otto und Fraktionsvorsitzender Dirk Ebrecht. Ebrecht, selbst Oberstleutnant der Reserve, kennt Decker aus gemeinsamen Auslandseinsätzen auf dem Balkan.
Insgesamt, so war man sich in der Analyse einig, geltes es unbedingt, das Bewusstsein für Vorsorge, Resilienz und Unterstützung der Einsatzkräfte deutlich zu verstärken.
Die CDU Einbeck dankte Oberst Decker für einen eindrucksvollen und hochaktuellen Vortrag. Der Abend zeigte: Verteidigungsfähigkeit beginnt auch bei uns — in den Kommunen, im Ehrenamt und bei jedem Einzelnen.