CDU will kommunale Unterstützung für Praxis-Erhalt politisch ausloten
Einbeck (oH). Die für die Einbecker Politik plötzlich und mit sehr kurzem Vorlauf erfolgte und mittlerweile durch die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) umgesetzte Schließung der ärztlichen Bereitschaftspraxis am Standort Bürgerspital wird Politik und Einwohnerschaft auch weiterhin beschäftigen.
So will es die CDU-Fraktion nicht bei politischen Apellen und Diskussionen in Fachausschüssen belassen. Vielmehr, so die CDU in einer Stellungnahme, müsse man mit allen Beteiligten Lösungen entwickeln und mit der KVN besprechen, um eine bürgerfreundliche und nahe medizinische Versorgungslösung wieder zu ermöglichen. Dazu zähle die Einbindung von Hausärzteschaft und Bürgerspital sowie der örtlichen Wirtschaft und der Kommunalpolitik. So sei politisch zu diskutieren, ob sich die Stadt Einbeck auch finanziell einbringen kann, um die Versorgungssicherheit vor Ort aufrechtzuerhalten. Das hänge vom politischen Willen, von den kommunalrechtlichen Möglichkeiten und von der Kooperationsbereitschaft der Kassenärztlichen Vereinigung ab. So kündigt die CDU-Ratsfraktion an, kurzfristig das Gespräch mit den anderen Fraktionen zu suchen, um die politische Machbarkeit eines finanziellen Engagements oder einer anderen Form der kommunalen Förderung auszuloten. Es sei zielorientiert, so die Christdemokraten in ihrer Mitteilung, gemeinsam mit allen örtlich Beteiligten vorzugehen und einem Strang zu ziehen. So könne bereits in der März-Ratssitzung eine entsprechende politische Initiative auf den Weg gebracht werden.