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09.04.2018, 08:49 Uhr
CDU Stadtratsfraktion in Ahlshausen
Die CDU-Fraktion im Einbecker Stadtrat hat sich in Ahlshausen über die Auswirkungen des Sturmtiefs ‚Frederike‘ und Windkraftanlagen informiert. In Begleitung des Ahlshäuser Ortsbürgermeisters Jürgen Hesse, des Vorsitzenden des Landvolk Northeim-Osterode Markus Melzer und dem Leiter der Revierförsterei Opperhausen Hermann Beismann wurden den Ratsleuten die massiven flächendeckenden Schäden in der Gemarkung Ahlshausen vor Augen geführt. Insbesondere in den Fichtenbeständen in Hanglage wütete der Sturm. Im Moment gilt es, kurzfristig das Holz zu verwerten, um Schädlingsbefall vorzubeugen. Natürlich kommt es durch das große Aufkommen zu einem gewissen Preisverfall auf dem Holzmarkt was Fichten angeht. Trotzdem ist man optimistisch, bis Dezember die Schäden aufgearbeitet zu haben. Der Vollernter kommt relativ gut voran, weil die Stämme noch nicht ausgewachsen seien. In den kommenden Jahren wird es dann aber aufgrund der Ertragsausfälle schwer.
Langfristig müssten Maßnahmen getroffen werden, um bei ähnlichen Stürmen solche Auswirkungen in Grenzen zu halten. Von einer Verteufelung der Fichte halte man aber bei den Waldbesitzern nichts. Sie ist weiter als Industrieholz und beispielsweise bei günstigen Möbeln notwendig. Das sei auch eine soziale Frage. Und da sei jetzt auch das Land Niedersachsen gefragt, Förderrichtlinien in Anbetracht dieser Ausnahmesituation zu mindestens temporär zu ändern. Nur auf Mischwälder zu setzen ist wirtschaftlich nicht abbildbar, die Monokulturen aus der Mitte des letzten Jahrhunderts aber auch nicht mehr. Statt dessen müssen mehr Schutzstreifen bestehend aus Laubwald und Douglasien angelegt werden. Ein weiteres Thema waren Windkraftanlagen. In Ahlshausen ist eine Ausweitung angedacht, der bisher aber der Rotmilan entgegen steht. Zur Zeit erfolgen aber Nachuntersuchungen durch einen Vogelkundler, um doch noch zu einer Ausweitung zu kommen. Zudem wurde der Vorschlag gemacht, dass dort, wo Kammlagen frei liegen, die Errichtung von Anlagen geprüft wird. Diese würden nach spätestens 30 Jahren abgebaut bis der neu angelegte Wald die entsprechenden Höhe hätte. Es geht nicht darum, dauerhaft im Wald Windkraftanlagen zu errichten, sondern in dieser Ausnahmesituation eine Kompensationen für die Waldbesitzer für die kommenden mageren Jahre zu schaffen.

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