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17.02.2012, 15:21 Uhr
Fraktion setzt mit Nachdruck auf das Thema Demografie
Thema betrifft alle Bereiche / gemeinsames Bündnis notwendig
In der letzten Ratssitzung hat die CDU einen Antrag eingebracht, in dem es um die Stärkung der Rückkehrneigung von jungen Menschen nach Ausbildung und Studium geht. Der Fachkräftemangel wird immer deutlicher sichtbar, Unternehmen in der Region klagen über einen Mangel an Bewerbern. Besonders gravierend wird die Situation, wenn die geburtenstarken Jahrgänge aus dem Erwerbsleben ausscheiden.
 Schrumpfen, stagnieren oder wachsen – das sind drei Szenarien, wie unterschiedlich sich der demografische Wandel auswirken kann. „Dass wir in Einbeck besonders stark von Abwanderungen betroffen sind, lassen wir auch vom Bürgermeister nicht mit fragwürdigen Zahlen kleinreden“, so Heidrun Hoffmann-Taufall (CDU), die von der Bertelsmann-Stiftung zur Demografieberaterin ausgebildet worden ist. Wenn in der Ratssitzung vom Bürgermeister gesagt wurde, dass jedes Jahr etwa 1.000 Personen die Stadt verlassen und 1.000 dazu kommen, entspreche das schlichtweg nicht der Realität. „Das Problem erledigt sich nicht von selbst, wenn man die Augen vor dieser Herausforderung verschließt“, so die CDU in einer Mitteilung. In 2010 sind 1.038 Personen weggezogen, aber nur 937 dazu gekommen, eine Differenz von 101 Personen. In 2009 war die Differenz noch höher: 937 Zuwanderungen, 1.087 Abwanderungen, das Wanderungssaldo also bei minus 191, so die aktuellen Daten vom Landkreis Northeim. Im Sinne der CDU ist es, das Thema nicht als Partei zu besetzen. „Auch wollen wir es nicht nur auf ein bestimmtes Fachabteilung im Rathaus beschränken, sondern wir müssen dieses Thema übergreifend und gemeinsam angehen“, so Dirk Ebrecht als Fraktionsvorsitzender. Nach Einschätzung der CDU-Fraktion hieße das nicht nur interfraktionell, sondern auch unter Beteiligung der Wirtschaftsunternehmen, Einbeck Marketing und anderen Multiplikatoren. Wichtig, so die CDU sei es ebenfalls, die Menschen an diesem Thema und den daraus resultierenden Prozessen zu beteiligen. „Besonders freuen würden wir uns über junge Menschen, die ihre Gedanken und Ideen einbringen wollen.“ „Wir wollen die Zukunft von Einbeck gestalten und es nicht zulassen, dass von unserer Investition in die Kinder, die unsere Kindergärten und Schulen besucht haben, in unseren Vereinen von Ehrenamtlichen in ihren sozialen Kompetenzen gefördert wurden, andere Länder und Städte profitieren“, so Hoffmann-Taufall. Arbeitsplätze sind eine der Voraussetzungen dafür, dass Menschen wieder zurückkehren. Nun wendet sich gerade dieses Blatt. Nicht Arbeitsplätze sind zunehmend rar, sondern Arbeitskräfte. Unternehmen, die eine Altersstrukturanalyse durchgeführt haben, wissen von der zu bewältigenden Herausforderung. Auf einen Schlag werden große Gruppen von Beschäftigten altersbedingt aus Unternehmen herauswachsen, sodass eine deutliche Nachwuchslücke entsteht. Insbesondere ist Südniedersachsen davon betroffen, weil das Potential hier fehlt. Dass nun der CDU-Ratsantrag zur Demografie vom Bürgermeister als „Luftblase“ bezeichnet worden ist, kommentiere sich selbst, so die CDU in einer Mitteilung.

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