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01.06.2009, 18:34 Uhr
Vom kalten Kaffee zum frischen Cappucino
Investitionen in das Alte Rathaus & Ergebnisse aus der Arbeitsgruppe
Obwohl die neuen Mehrheiten nach der letzten Kommunalwahl schon fest standen, zurrte der alte Verwaltungsausschuss mit SPD-Mehrheit unter Obergenossen Wehner noch ein Extra-Paket für die Tourist-Info zurecht. Von „Gentlemen’s Agreement“, wie in solchen Fällen üblich, keine Spur. Abgesehen von den Umzug- und Einrichtungskosten, für die schon damals das Geld fehlte, erarbeitet die umgezogene Abteilung am neuen Standort allein im Jahr 2007 einen sechsstelligen Minusbetrag. Hier muss entschieden entgegen gewirkt werden. Erste Schritte in Richtung einer Stadtmarketing-GmbH sind jetzt eingeleitet.
Das historische Alte Rathaus im Herzen von Einbeck
Einbeck -
Nachdem die Genossen sich in letzter Sekunde um den so lohnenden Umzug gekümmert haben, stand das Alte Rathaus praktisch leer. Von einer wirtschaftlichen Nutzung der wenigen verbliebenen Nutzer konnte nicht im Ansatz die Rede sein. Durch die neue doppische Buchhaltung in der Stadt Einbeck wird das Alte Rathaus als rein wirtschaftlich betrachtete Liegenschaft gesehen. Durch uns aber auch als die gute Stube unserer Stadt und als kulturelle Begegnungsstätte. Daher hat es sich die CDU zur Aufgabe gemacht, hier eine umfassende, langfristige und in die Zukunft gerichtete Lösung zu erarbeiten.
In der von Jörg Brödner vorgelegten Leitlinie „Zukunft Altes Rathaus“ werden Möglichkeiten und Wege aufgezeigt, welche von der Verwaltung aufgenommen und auf Umsetzung geprüft werden. Hierzu zählen die wichtigsten Vorschläge zur Verbesserung der Einnahmesituation sowie verbesserte Möglichkeiten zur Privatnutzung der Halle im Einklang mit der bisherigen Nutzung durch Vereine.
 
Im Stadtentwicklung-Ausschuss wur­de von der CDU für eine interfraktionelle Arbeitsgruppe geworben. Mitmachen statt Querschiessen war der Wunsch. Denn in der vorangegangenen Ratssitzung wurden die neuen Nutzungspläne von der SPD-Fraktionsvorsitzenden mit den Worten abgetan: „Das hatten wir alles schon mal besprochen, dass ist doch kalter Kaffee.“ Wie viele Themen der Einbecker Genossen schon mal be­sprochen, aber nie etwas geworden!
 
Hieraus ist aber etwas geworden! Die Arbeitsgruppe inklusive SPD befasste sich mit den Einzelheiten und der Umsetzung des Arbeitspapieres. Als Ergebnis steht heute ein nahezu ausgebuchter Terminkalender für eine Nutzung der Rathaushalle durch Privatpersonen für verschiedene Feierlichkeiten. Das Rathaus schafft sich sozusagen selbst Einnahmen. Dies wurde durch die Rücknahme eines alten Ratsbeschlusses erreicht. Dieser machte eine private Nutzung unmöglich. Heute ist dies durch Buchung über eingetragene Gastwirte kein Problem mehr. Eine mit geringem Aufwand eingebaute Catering-Küche trägt zur weiteren Attraktivität der Nutzung bei. Die Mietsituation wurde neu bewertet und ein ortsüblicher Mietzins abgestimmt. Leerstehende Büroräume wurden neu vermietet. Auf Wunsch besteht heute die Möglichkeit, direkt nach der Trauung in der historischen Halle Hochzeit zu halten. Die Illumination des Rathauses sowie des Eulenspiegelbrunnen runden am Abend den einladenden Eindruck ab.
 
Weitere Möglichkeiten der Sanierung des Gewölbekellers mit Hilfe von Fördermöglichkeiten werden aktuell ausgelotet. Hier steht der Gedanke der weiteren Bestuhlung des Marktplatzes und einer Erweiterung der Gastronomie im Vordergrund. Auch eine Nutzung für kulturelle Veranstaltungen soll möglich werden.

Es bleibt schon als Zwischenergebnis festzustellen, dass aus einem kalten SPD-Kaffee ein frisch gebrühter schwarzer Cappuccino geworden ist.

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